Montag, 14. November 2016

Samstag



Wir sitzen im selben Raum, werfen uns Blicke zu, ab und an wechseln wir ein paar Worte.
Dann, wieder Stille in meinem Kopf, doch die Hintergrund Musik spielt laut.
Ein Stoß in meine Rippe, unser gemeinsamer Freund grinst mich durchdringend an,
ich werde aus meiner Welt gerüttelt und wir stoßen an, auf eine vorherbestimmte Zukunft,
spülen alte Erinnerungen auf ex runter, als hätten wir schon 70 Jahre auf dem Buckel.
Endlich sitzt du neben mir, gequetscht auf dem Bett mit 6 anderen schauen wir uns schweigend an, Glasige Augen die so ehrlich in meine Blicken.
Ganz plötzlich, als würden wir uns schon ewig kennen beginnt ein unaufhörlicher Redefluss,  hin und her fliegen die Worte.
Bis auf einmal auch Küsse fliegen, ganz sanft unpassend zum Takt tanzen unsere Lippen,
die Hände ganz fest umschlossen, sitzen wir da wie ein Kunstobjekt.
Kunst, die keiner wahr nimmt, außer uns. Zufrieden und natürlich, wie beim regen,
tropft der letzte Kuss von uns, ich lehne mich an dich an, mein Kopf wird ganz schwer,
deine Schulter immer weicher, die Geräuschkulisse baut sich in meinen Traum ein.
Ich merke garnicht, dass ich eingeschlafen bin.
Erzähle ich Gerde den Traum, oder ist das eine Wochenendgeschichte?